Verlängerte Embryonenkultivierung

Warum sollte die verlängerte Kultivierung gewählt werden?
Ein Embryo, das im Blastozysten-Stadium transferiert wird, ist „reifer“ und seine Übertragung in die Gebärmutter ist physiologischer – die Übertragung findet zu der Zeit statt, wenn das Endometrium auf dessen Aufnahme bereits besser vorbereitet ist. Durch den Transfer am 5. oder 6. Tag  werden günstigere Voraussetzungen für das Anknüpfen einer hochwertigen Verbindung zwischen dem Trophoblasten des Embryos und dem Epithel des Endometriums geschaffen, die sich im Prozess der Adhäsion (Anhaftung) und des anschließenden Durchdringens des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut (Implantation) widerspiegelt.
 
Die frühzeitige Einführung des Embryos in die Gebärmutter (im sog. Furchungsstadium) kann in Zellstress übergehen, der von einer Beeinträchtigung der Entwicklung und dem Verlust der Überlebensfähigkeit des Embryos gefolgt wird. Sie kann ebenfalls zu dessen Nutritions- und Zellstress führen.
 
Um eine Mehrlingsschwangerschaft und die damit verbundenen Risiken möglichst zu vermeiden, wird die Embryonenanzahl zum Transfer allmählich gesenkt. Es ist jedoch notwendig, die qualitativ hochwertigsten Embryonen mit einer möglichst guten Überlebensfähigkeit auszuwählen. Diese kann bei einer genügend langen Kultivierung (bis zum 5.-6. Tag) gut absehbar sein. Dies kann jedoch nur unter der Verwendung von fortlaufenden Medien und günstigen Kultivierungsbedingungen gewährleistet werden.
 
Bei einem Embryonentransfer in einem früheren Furchungsstadium kann noch kein eigenes embryonales Genom gebildet werden, deshalb sind wir nicht in der Lage zu beurteilen, ob das Embryo tatsächlich ein vollwertiges Entwicklungspotenzial aufweist – ein Embryo im Blastozysten-Stadium stellt sicher, dass eine eigene embryonale Genomkontrolle der Funktionstüchtigkeit möglich wird.
 
Die Uteruskontraktionen, die am Tag der Aspiration der Oozyten (Tag 0) am stärksten sind und die Ablösung des Embryos und dessen Verlust bewirken können, schwächen sich am 4. Tag ab. Auch aus diesem Grund ist der Transfer am 5. oder 6. Tag der Kultivierung sicherer. 
 
Im natürlichen Zyklus beginnt sich das Embryo am 5. Tag in der  Gebärmutter einzunisten. Mit der verlängerten Kultivierung bemühen wir uns, die natürlichen Bedingungen im weiblichen Körper zu imitieren und die Chance auf die Einnistung des Embryos zu erhöhen.
 
Natürliche Selektion
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die natürliche Selektion von Embryonen bei der verlängerten Kultivierung. Bei manchen Frauen kommt es zum Befruchtung der Eizelle, aber das Embryo hört viel früher auf, sich zu entwickeln, als es zur Einnistung kommen könnte und die Schwangerschaft von einem Schwangerschaftstest nachgewiesen werden könnte.
Im Durchschnitt etwa 30 % der Embryonen, die sich ordnungsgemäß am 3. Tag entwickeln, würden unnötig transferiert, da sie nicht das Stadium der hochwertigen Embryonen (Blastozysten) erreichen.
 

Wir führen die verlängerte Kultivierung durch, um

1/ Qualität und richtige Entwicklung beurteilen zu können

2/ das Embryo zum richtigen Zeitpunkt  in die Gebärmutter zu transferieren

Graph: Es ist offensichtlich, dass im Durchschnitt etwa 30 % der Embryonen, die sich ordnungsgemäß am 3. Tag entwickeln, würden unnötig transferiert, da sie nicht das Stadium der hochwertigen Embryonen (Blastozysten) erreichen.Der Graph zeigt auch, dass obwohl viele Embryonen das Stadium der Blastozysten erreichen, sind diese Embryonen nicht hochwertig und zur Verwendung geeignet (ET, Einfrieren,PGD/PGS Untersuchung) – im Durchschnitt etwa 30 % der Blastozysten erreicht nicht die ausreichende Qualität.

Falls Sie Interesse haben, ein erstes Informationsgespräch mit einem Spezialisten des Sanatoriums Helios zu absolvieren oder sich schriftlich an uns wenden wollen, so sind wir unter der E-Mail-Adresse ivf@sanatoriumhelios.cz oder telefonisch unter (00420) 731 416 420 zu erreichen.

 

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